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  • Opportunistische Strategien

    Bei diesen Strategien wird oft von direktionalen Strategien gesprochen. Das bedeutet, dass die verfolgten Strategien sich hauptsächlich nach den Fähigkeiten der Hedgefondsmanager ausrichten. Hedgefondsmanager legen sich dabei auf keinen bestimmten Investmentstil fest. Der Erfolg ist somit maßgeblich vom Management abhängig.

    Fondsmanager versuchen dabei Investitionsentscheidungen aufgrund ihrer Prognosen zu treffen. Diese Einschätzungen beruhen wiederrum auf Marktprognosen und globalen Trends.

     

    Emerging Markets

    Im Bereich Emerging Markets investieren Hedgefonds in Enwicklungs- und Schwellenländer. Je nach regionalem Schwerpunkt kann sich die Auswahl dabei auf asiatische, lateinamerikanische oder osteuropäische Länder spezialisieren. Aufgrund der teilweise sehr mangelhaften Informationen über diese Märkte, ergibt sich für Hedgefonds immer wieder die Gelegenheit profitabel in unterbewertete Wertpapiere zu investieren.

    In der Regel werden dabei nur Einzeltitel gehandelt, da an diesen Märkten meist keine derivativen Anlageinstrumente verfügbar sind.

     

    Global Macro

    Die Global Macro Strategie zählt zu den bekanntesten Hedgefonds-Strategien. Diese Strategie war maßgeblich für den Erfolg der Hedgefondsbranche in den neunziger Jahren verantwortlich. In den letzten Jahren hat das Fondsvolumen in diesem Bereich jedoch deutlich abgenommen.

    Der klassische Ansatz dieser Strategie basiert auf einer makroökonomischen Analyse. Fondsmanager haben dabei die Aufgabe wichtige Entwicklungen in der globalen Wirtschaft und Politik frühzeitig zu erkennen und diese Erkenntnisse gewinnbringend auszunützen. Hinsichtlich der Auswahl der eingesetzten Finanzinstrumente und Märkte gibt es keine Einschränkung. Diese Strategie weist hohe Renditen, jedoch auch eine hohe Schwankungsbreite auf.

     

    Long/Short Equity

    Die Long / Short Equity Strategie verfolgt grundsätzlich die gleiche Grundidee wie die Equity Market Neutral Strategie. Es wird dabei auf steigende, wie auch auf fallende Aktienkurse spekuliert. Unterbewertete Wertpapiere werden gekauft und überbewertete verkauft. Im Gegensatz zur Equity Market Neutral Strategie wird jedoch keine vollständige Elimination des Marktrisikos angestrebt. Vielmehr wird versucht, je nach Marktlage, ein Übergewicht an Long- oder Short-Positionen herzustellen.

    Long / Short Equity stellt derzeit die am häufigsten verfolgte Stilrichtung in der Hedgefondsbranche dar.

     

    Short Selling

    Die Dedictated Short Bias Strategie, besser bekannt unter dem Begriff Short Selling, versucht anhand von fallenden Wertpapierkursen Gewinne zu erwirtschaften. Dabei wird nach Aktien gesucht die man für überbewertet hält. Diese werden danach mit der Absicht sie zu einen späteren Zeitpunkt günstiger zurück kaufen zu können, leerverkauft.

    In schlechten Marktlagen, oder bei der richtigen Auswahl von schwachen Wertpapieren, erweist sich diese Strategie als sehr profitabel. Gegengesetzt ist jedoch erwähnenswert, dass bei Leerverkäufen theoretisch ein unbegrenztes Verlustrisiko besteht.

    Short Selling wird zudem bei den Hedgefonds sehr gerne als Absicherungsstrategie zu anderen nicht risikoneutralen Strategien gewählt, da man damit das Gesamtrisiko minimieren kann.